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Das Wochenende

Dieses Wochenende wird wieder vollgepackt sein mit Events. Ihr findet sie unter Termine. Aber wir schreiben sie vorsichtshalber auch nochmal für euch auf:

Freitag:
23:00 Uhr – Love Techno-Hate Germany im Lokal am Rosenthaler Platz (Rosenthaler Straße 71)

Samstag:
12:00 Uhr – Hinein in den „ums Ganze“-Block bei der Großdemo zur Finanzkrise.

23:00 Uhr – Nächste Party im Ackerkeller (Bergstr. 68, U8 Rosenthaler Platz |S Nordbahnhof). THE UNKOSHER JEWQUEER NIGHT: Aviv’s birthday breakdown , Djs matityahu & aviv-without-the-tel ;ISRAELI, ARABIC, POP, TRASH ORIENTAL, YIDDISH, INDIE, ALTERNATIVE

Sonntag:
17:00 Uhr – 30 Jahre islamische Revolution im Iran. Seminarraum der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Neuen Synagoge (Oranienburger Straße 28/30 – S-Bahnlinien 1, 2, 25 und Straßenbahnlinien M1, M6 bis Oranienburger Straße)

„Wo ist der Hitler?“

»Wo ist der Hitler, wo ist der Hitler. Da drüben, das finde ich nicht in Ordnung, wo ist der Hitler, wo ist er? Der hätte die ganz fertig gemacht, die Arschlöcher, glaub mir mal.«

Aber nicht vergessen, es geht dabei doch nur um den Frieden!!!

„Wir werden ohne zu zögern das tun, was getan werden muss.“ Ehud Olmert

Seit 22 Tagen schreitet der Konflikt nun vorran und es ist kein Ende absehbar.
Das israelische Sicherheitskabinett verkündete am 17.01.09, dass ab Sonntag einseitige Waffenruhe im Gaza-Krieg herrschen soll.

„Die Ziele, die vor Beginn der Operation festgelegt wurden, sind vollständig erreicht worden – und noch mehr“, sagte Olmert. „Die Hamas hat einen harten Schlag abbekommen.“

Die israelischen Angriffe hätten die operativen Kräfte der Hamas stark gemindert und deren Infrastruktur größtenteils zerstört. Viele Gebiete, aus denen militante Palästinenser Raketen auf Israel abfeuern, seien jetzt unter Kontrolle der israelischen Armee. Nach israelischen Medienberichten stimmten im zwölfköpfigen Sicherheitskabinett zwei Minister gegen die Waffenruhe, einer enthielt sich.

Die Hamas hat allerdings, vollkommen gegen den Beschluss des Waffenruhestands, weitere Raketen nach Israel gefeuert.
Laut israelischen Medienberichten vom Samstagabend schlugen mindestens acht Raketen in der südisraelischen Stadt Beerschewa ein. Verletzte oder Schäden gab es nicht, hieß es.

Die radikal-islamische Hamas erklärte, weiterzukämpfen. „Ein einseitiger Waffenstillstand bedeutet nicht das Ende der Aggressionen und der Belagerung. Das sind Kriegshandlungen und deshalb bedeutet es nicht das Ende des Widerstandes“, sagte Hamas-Sprecher Fausi Barhum in Gaza.

-Steinmeier fordert von Hamas Ende der Kampfhandlungen
Die deutsche Regierung regierte mit Erleichterung auf die einseitige Waffenruhe. „Dieser Schritt eröffnet endlich die Perspektive auf ein Ende der Gewalt in und um Gaza“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin. Er forderte zugleich die radikal-islamische Hamas auf, im Interesse der Menschen in Gaza und in Israel „sämtliche Kampfhandlungen und insbesondere den Raketenbeschuss sofort einzustellen“.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601878,00.html

Kurze Zeit später:

„Hamas bietet Waffenruhe und stellt Bedingungen.“

Die Hamas hat einer Feuerpause zugestimmt – unter der Bedingung, dass Israel seine Truppen aus dem Gaza-Streifen abzieht und die Grenzen öffnet. Am Morgen hatten die Islamisten Raketen auf den Süden Israels abgefeuert, Ministerpräsident Olmert droht mit Vergeltung.
Israel interpretiert die eigene Waffenruhe eher großzügig: Die Armee startete am Morgen den ersten Luftangriff im Gaza-Streifen. Wie ein israelischer Armeesprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte, zielte der Angriff auf ein Kommando in Beit Hanun, das zuvor Raketen auf die israelische Stadt Sderot geschossen habe. „Wenn der Beschuss weitergeht, ist die Armee darauf vorbereitet“, sagte Olmert nach israelischen Medienberichten zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. „Wir werden ohne zu zögern das tun, was getan werden muss.“
Die Hamas hatte nach Meinung vieler Beobachter ein zentrales Motiv, Israel zu diesem Krieg zu provozieren: Sie musste es schaffen, eine der Grenzen zum Gaza-Streifen zu öffnen. Denn nach eineinhalbjähriger Wirtschaftsblockade sahen sich die Herrscher über Gaza in einer Sackgasse.

Am heutigen Sonntag werden im ägyptischen Scharm al-Scheich Polit-Größen aus aller Welt zusammenzukommen. Ägyptens Präsident Husni Mubarak hat geladen, anreisen werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, der britische Premier Gordon Brown, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie Vertreter aus Italien, Spanien, der Türkei. Vertreter der Hamas werden nicht erwartet.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601893,00.html

Umfrage: Deutsche halten Israel für aggressiv

Berlin. Die Deutschen haben einer Umfrage zufolge ein zwiespältiges Bild von Israel. Nahezu jeder zweite (49 Prozent) hält Israel für ein aggressives Land, wie aus der Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ hervorgeht.

59 Prozent der 1000 repräsentativ befragten Bundesbürger erklärten, der jüdische Staat verfolge seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Länder. Nur 30 Prozent zeigten sich überzeugt, dass die israelische Regierung die Menschenrechte beachte. Andererseits hielten 45 Prozent Israel für ein sympathisches Land, während 13 Prozent dessen Existenzrecht infrage
stellten. Bei den Anhängern der Linkspartei täten dies sogar 28 Prozent.

Uneins sind sich die Deutschen der Umfrage zufolge, wer die Hauptschuld am Gaza-Krieg trägt: 30 Prozent hätten die radikal-islamische Hamas genannt. Das sähen vor allem ältere Deutsche und Anhänger der Union so. 13 Prozent – vor allem die Jüngeren und die Anhänger der Linken – sähen in Israel den Hauptschuldigen für den Krieg. Dass beide Seiten gleichermaßen
verantwortlich sind, fanden 35 Prozent der Befragten.

35 Prozent bejahten die Frage, ob Deutschland mehr als 60 Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur noch eine besondere Verpflichtung gegenüber Israel habe. Die große Mehrheit, nämlich 60 Prozent, sieht das nicht so. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung der Umfrage zufolge bei Jüngeren, Ostdeutschen und Anhängern der Linkspartei.

Forsa-Chef Manfred Güllner nannte es im Gespräch mit „stern.de“ eine gefährliche Entwicklung, wenn unter der jüngeren Generation das Gefühl vorherrsche, einen Schlussstrich ziehen zu müssen. (rtr)

Bericht der Israel Solidaritätskundgebung

Am Sonntag den 11.1.2009 fand die Israel-Solidaritätskundgebung am Breitscheidplatz statt. Wir waren natürlich vor auch direkt vor Ort. Hier eine Zusammenfassung von uns:

Die Teilnehmer_innenzahl schwankt sehr stark in den Medien. Der Tagesspiegel berichtet von 700, die Abendschau sogar von 4000 Teilnehmer_innen, die den Breitscheidplatz in ein blau-weißes Fahnenmeer tauchten. Nach unseren Einschäzungen würden wir ca. 3000 sagen, da die Menschen wirklich sehr eng beieinander standen. Positiv war, dass auch sehr viele Antifas, teilweise auch mit Antifafahnen und Transpis, anwesend waren. Zudem war stets eine gute Stimmung und es wurden keine Hassparolen gerufen, wovon auf den „Friedensdemos“ in letzter Zeit nur zu träumen ist. Leider waren auch einige Rechtskonservative Bürger_innen, wie etwa Anhänger von pi-news, anwesend. Diese hielten sich aber weitesgehend zurück und fanden auch sonst kaum Beachtung bei den anderen Demonstrant_innen. Zu kurzen Auseinandersetzungen kam es, als einige pro-Palästina und pro-Hamas Anhänger auftauchten und am Rande Parolen gegen israelsolidarische, jüdische und israelische Menschen riefen. Die „Autonomen Gruppen Berlin“, die im Vorfeld zu Gewaltakten gegenüber Antideutschen aufriefen, waren mit einem Großaufgebot von ca. 6 Menschen anwesend und schwenkten Anarchie- und Palästinafahnen und verteilten ausserdem Flyer an Passant_innen.

In München fand ebefalls eine Kundgebung mit ca. 1000 Menschen und in Frankfurt/Main eine mit 1500 Menschen statt. Beide verliefen ohne größere Zwischenfälle.

Fotos auf Flickr