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Archiv der Kategorie 'In eigener Sache'

ISAG lebt wieder.

Wie einige von euch in der vergangenen Zeit sicherlich bemerkt haben, hat sich bei uns nicht viel getan. Wir haben eine Pause eingelegt. Doch jetzt sind wir wieder da. Mit einem neuen Konzept: Weniger Satire, weniger polemisches Rumgehate, weniger Pop-Antifa, mehr Kritik und Aktion. Hier einige Fragen, von uns erwartete Antworten und tatsächliche Gründe.

Warum hatten wir eine Pause?

Falsch: Wir haben antiimperialistische Gruppen unterwandert und ihre Struktur von innen zerfressen.
Nebenbei mussten wir der israelischen Fremdenlegion dienen und ganz viel Coca Cola trinken.

Richtig: Wir waren beschäftigt mit antifaschistischer Arbeit außerhalb von der ISAG.

Warum sind wir zurück?

Falsch: Die ZOG finanzieren uns jetzt für unsere Arbeit.

Richtig: Wir erachten das bestehen einer israelsolidarischen Gruppe in Berlin als eine Notwendigkeit. Zumal zur Zeit echt spannende Dinge passieren; Revolution im Iran zum Beispiel.
Zudem haben wir in der bunten Kuh ein Tag „Stop ISAG“ gesehen, und das animierte uns zu diesem Neuanfang.

Was wird sich an eurer Kritik ändern?

Wir werden durchaus weniger polemisch agieren, bessere Texte verfassen.
Und besser organisiert auftreten.

Das Wochenende

Dieses Wochenende wird wieder vollgepackt sein mit Events. Ihr findet sie unter Termine. Aber wir schreiben sie vorsichtshalber auch nochmal für euch auf:

Freitag:
23:00 Uhr – Love Techno-Hate Germany im Lokal am Rosenthaler Platz (Rosenthaler Straße 71)

Samstag:
12:00 Uhr – Hinein in den „ums Ganze“-Block bei der Großdemo zur Finanzkrise.

23:00 Uhr – Nächste Party im Ackerkeller (Bergstr. 68, U8 Rosenthaler Platz |S Nordbahnhof). THE UNKOSHER JEWQUEER NIGHT: Aviv’s birthday breakdown , Djs matityahu & aviv-without-the-tel ;ISRAELI, ARABIC, POP, TRASH ORIENTAL, YIDDISH, INDIE, ALTERNATIVE

Sonntag:
17:00 Uhr – 30 Jahre islamische Revolution im Iran. Seminarraum der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Neuen Synagoge (Oranienburger Straße 28/30 – S-Bahnlinien 1, 2, 25 und Straßenbahnlinien M1, M6 bis Oranienburger Straße)

Raven gegen Thor Steinar

In Friedrichshain hat sich ja jetzt, wie in Mitte, auch eine Nazi-Boutique der Marke „Storch Heinar“ breit gemacht. Und aus diesem Grunde findet mal wieder ein Street- bzw. Kiezparade statt. Wir begrüßen dies sehr und hoffen, nein sind uns sogar sicher, dass sie auf jeden Fall besser ablaufen wird als die Demo vor 2 Wochen die, nunja, nicht so dynamisch ablief. Aber lasst uns all das vergessen, denn das Motto der Kiezparade lautet:

Rechte Läden räumen- statt linke Häuser!
Freiheit statt Normierung – Kein Kiez für Nazis!

21. März: Kiezparade, 12 Uhr Boxhagener Platz

Weitere Informationen dazu findet ihr bei:
Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung
Hedonistische Internationale
Bündnis für urbane Mobilbeschallung

Die Front Deutscher Äpfel läd ein

Der Frühling kommt!

Front Deutscher Äpfel lädt ein zum gepflegten Hausbesuch bei der NPD

Am 27. März lädt die FDÄ alle heimlichen wie unheimlichen Sympathisanten, Freunde des antifaschistischen Widerstands, humorveranlagte ZivilgesellschaftlerInnen sowie alle Spassvögel zum Marsch auf die NPD-Zentrale ein. Budenzauber bei Udo!

Wie Ihr Euch denken könnt, läßt uns der drohende finanzielle Kollaps wie auch das innerparteiliche Führungschaos in der NPD keine Ruhe. Nicht auszudenken, die Volksfixierten würden sich womöglich auflösen!

Dann wären viele von uns ohne Beschäftigung und, hey, überlegt mal, welches kulturell-touristische Potential die NPD eigentlich hat. Wie viele von uns hatten Gelegenheit, wegen der NPD_Nazi_Events andere Städte kennenzulernen. Die wir vorher garnicht kannten. Und dort kulturelle Erfahrungen zu machen. Mit der Architektur, der jeweiligen Zivilgesellschaft und auch den unterschiedlichen Polizeikulturen. ‚Heimat‘ lautet ein Zentralbegriff der NPD, richtig, Heimat heißt auch die Unterschiede wahrzunehmen: wer sich mal in Bayern von USK-Trupps anständig hat verprügeln lassen und Wochen später die leichte Unterspanntheit von Bremer RiotCops hat erfahren dürfen, der weiß was ich meine. Das alles ist auch Heimat, ist auch Deutschland…. Wir möchten das nicht missen…

Daher laden wir ein: zum gepflegten Hausbesuch bei der NPD. Unter dem Motto:

Reiß Dich zusammen Du, NPD, Du! Die Front ‚Deutscher Äpfel‘ wünscht sich starke Gegner!

Das Adjektiv ‚gepflegt‘ meint natürlich auch gepflegt. Wir meinen eigentlich – Spass beiseite und dem Spruch von Nietzsche folgend: Was fällt soll man stoßen- das es zum Moment die Gelegenheit ist, Hohn und Spott über die NPD, jene Speerspitze der Volksfront von Rechts, auszugiessen und vor ihrem Führerbunker ein paar garstige Spässe zu machen.

Wir, die Front Deutscher Äpfel, haben uns ein paar Sachen ausgedacht – z.B. versuchen wir grade, namhafte Kameradschaften dazu zubewegen, eine Gegendemo mit Blockade gegen uns zu veranstalten. Wir wollen auch mal sehen, wie sich blockiert werden so anfühlt. Und Ihr alle seid herzlich dazu eingeladen, mit zu fühlen.

Veranstaltungsort: Mandrellaplatz, 12555 Berlin; Seelenbinderstraße / Ecke Borgmannstraße

Datum: 27.03.2009

Uhrzeit: Ab 16:30h

Anfahrt: Von Ostbahnhof mit der S-Bahnlinie S3 bis S-Bhf Köpenick. Dort die Bahnhofsstraße gen Süden, bis zur Seelenbinderstraße, dort in östlicher Richtung bis zum Mandrellaplatz.

Ihr wollt mehr wissen: www.apfelfront.de
Für Rückfragen: apfelfrontberlin[ät]gmail.com

Das Dresden-Wochenende

Welch ein Wochenende. Gehen wir doch mal durch, wie es so war, damit mensch sich

a) ärgern kann, was er/sie verpasst hat
b) freuen kann, dass er/sie nicht da war
c) ärgern kann, dass er/sie nicht da war.

Freitag
Wir kamen am Freitagabend an, feierten ein wenig mit Frittenbude. Erstaunlicherweise, so ganz und garnicht zum Ambiente
einer „antideutschen“ Kundgebung passend, wurden wir sofort ob diverser entpackter Israelfahnen angekackt, es entstand sogar eine kleine Schlägerei, welche jedoch recht schnell von anderen Teilnehmer_innen der Kundgebung unterbunden wurde.
Jemand aus unserer Gruppe bat Torsun, welcher sich nicht unbedingt im klarsten Sinneszustand befand, sich bei seinem Auftritt dementsprechend zu äußern. Er tat es.

Wer hier also Träger von Fahnen der Alliierten angreift, der hat etwas nicht verstanden. Das war praktischer Antifaschismus. Bomber Harris war praktischer Antifaschismus.

Nach 3-4 Liedern mit extremster Feierei des Publikums stellten Egotronic dann fest, dass die Kundgebung noch immer nicht geräumt war. Torsun, dezent alkoholisiert, machte also total auf Aggro – nichts half.
Also wurde weitergefeiert. Die kleinen grünen Männchen und Fräuchen wollten auch dazugehören, waren dann auch dicht – und wie sie da so kuschelten und niemand aus diesem Kessel seinen Weg ins Bettchen bahnen durfte, erklärte uns eine Beamtin dann im charmanten sächsischen Dialekt, dass Team Brown mit ca 400 Leuten ihr eigenes Süppchen koche. Deeskalationspolitik. Gegen 22 Uhr jedenfalls begann eine – für unseren Geschmack zu leise – Spontandemonstration Richtung Bahnhof.

Egotronic

Samstag
Wie sich das gehört, erstmal ausschlafen. Gegen 12 schritt mensch also zum Albertplatz, um sich dann auf den Weg zu machen, zu demonstrieren. Mit Parolen wie „Wir tragen Gucci, wir tragen Prada – Tod der Intifada“ wurde eindeutig der hedonistische Standpunkt der antideutschen Szene aus ganz Deutschland zur Schau getragen. Wir partizipierten also. Auch der Bundesarbeitskreis Shalom war da.

Als die Demo im späteren Verlauf an einem McDonalds vorbeizog, hatte mensch als israel/usa-solidarischer Mensch keinerlei Probleme, die Demo auf eine Portion Pommes zu verlassen, wohingegen manche Teilnehmer_innen ihre Kapitalismuskritik noch ein wenig überdenken sollten.

Bis dahin lief alles einigermaßen friedlich. Es gab einige Reibereien, mensch hatte seinen Spaß mit der grünen Front, die richtigen Krawalle begannen am Abend.
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Was machten da eigentlich dieVoll(ks)trottel? Nun, die hatten sich auch versammelt. Um zu gedenken. Naja. Was soll mensch über so einen Trauermarsch, der relativ ungehindert von statten ging groß schreiben? Ein herer Haufen heulenden Hirnschisses. Der seinen Müll aber auf die Straße tragen konnten.

Bis auf einige kleine Zwischenfälle wussten die Grünen und Blauen nämlich eine Eskalation zu vermeiden, nur der/die ein oder andere Demonstrant_in wurde zum/zur Stiefellecker/in umfunktioniert.

von unten

Nach neuesten Erkenntnissen darf die Hundertschfat aus Bayern nun wohl auf 10 Fahrzeugen verzichten. Diese wurden fein säuberlich zerlegt in Einzelteilen an diejenigen verteilt, die vergaßen, ein Mitbringsel aus der Landeshauptstadt für ihre Liebsten zu besorgen. Sehen wir hier ein verunglücktes Einsatzfahrzeug.

wackelig auf den beinen

Abschließend bleibt mir nurnoch zu sagen:

Zieht den Stock ausm Arsch, wir woll‘n kein‘ Trauermarsch!

edit: Da sich ja einige Menschen hier sehr über den antideutsche antifa e.v. ärgern, haben wir vom Mossad den Tipp bekommen, euch den Spruch mit Gucci und Prada zu erläutern.