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Das Dresden-Wochenende « Israelsolidarische & Antifaschistische Gruppe

Das Dresden-Wochenende

Welch ein Wochenende. Gehen wir doch mal durch, wie es so war, damit mensch sich

a) ärgern kann, was er/sie verpasst hat
b) freuen kann, dass er/sie nicht da war
c) ärgern kann, dass er/sie nicht da war.

Freitag
Wir kamen am Freitagabend an, feierten ein wenig mit Frittenbude. Erstaunlicherweise, so ganz und garnicht zum Ambiente
einer „antideutschen“ Kundgebung passend, wurden wir sofort ob diverser entpackter Israelfahnen angekackt, es entstand sogar eine kleine Schlägerei, welche jedoch recht schnell von anderen Teilnehmer_innen der Kundgebung unterbunden wurde.
Jemand aus unserer Gruppe bat Torsun, welcher sich nicht unbedingt im klarsten Sinneszustand befand, sich bei seinem Auftritt dementsprechend zu äußern. Er tat es.

Wer hier also Träger von Fahnen der Alliierten angreift, der hat etwas nicht verstanden. Das war praktischer Antifaschismus. Bomber Harris war praktischer Antifaschismus.

Nach 3-4 Liedern mit extremster Feierei des Publikums stellten Egotronic dann fest, dass die Kundgebung noch immer nicht geräumt war. Torsun, dezent alkoholisiert, machte also total auf Aggro – nichts half.
Also wurde weitergefeiert. Die kleinen grünen Männchen und Fräuchen wollten auch dazugehören, waren dann auch dicht – und wie sie da so kuschelten und niemand aus diesem Kessel seinen Weg ins Bettchen bahnen durfte, erklärte uns eine Beamtin dann im charmanten sächsischen Dialekt, dass Team Brown mit ca 400 Leuten ihr eigenes Süppchen koche. Deeskalationspolitik. Gegen 22 Uhr jedenfalls begann eine – für unseren Geschmack zu leise – Spontandemonstration Richtung Bahnhof.

Egotronic

Samstag
Wie sich das gehört, erstmal ausschlafen. Gegen 12 schritt mensch also zum Albertplatz, um sich dann auf den Weg zu machen, zu demonstrieren. Mit Parolen wie „Wir tragen Gucci, wir tragen Prada – Tod der Intifada“ wurde eindeutig der hedonistische Standpunkt der antideutschen Szene aus ganz Deutschland zur Schau getragen. Wir partizipierten also. Auch der Bundesarbeitskreis Shalom war da.

Als die Demo im späteren Verlauf an einem McDonalds vorbeizog, hatte mensch als israel/usa-solidarischer Mensch keinerlei Probleme, die Demo auf eine Portion Pommes zu verlassen, wohingegen manche Teilnehmer_innen ihre Kapitalismuskritik noch ein wenig überdenken sollten.

Bis dahin lief alles einigermaßen friedlich. Es gab einige Reibereien, mensch hatte seinen Spaß mit der grünen Front, die richtigen Krawalle begannen am Abend.
--
Was machten da eigentlich dieVoll(ks)trottel? Nun, die hatten sich auch versammelt. Um zu gedenken. Naja. Was soll mensch über so einen Trauermarsch, der relativ ungehindert von statten ging groß schreiben? Ein herer Haufen heulenden Hirnschisses. Der seinen Müll aber auf die Straße tragen konnten.

Bis auf einige kleine Zwischenfälle wussten die Grünen und Blauen nämlich eine Eskalation zu vermeiden, nur der/die ein oder andere Demonstrant_in wurde zum/zur Stiefellecker/in umfunktioniert.

von unten

Nach neuesten Erkenntnissen darf die Hundertschfat aus Bayern nun wohl auf 10 Fahrzeugen verzichten. Diese wurden fein säuberlich zerlegt in Einzelteilen an diejenigen verteilt, die vergaßen, ein Mitbringsel aus der Landeshauptstadt für ihre Liebsten zu besorgen. Sehen wir hier ein verunglücktes Einsatzfahrzeug.

wackelig auf den beinen

Abschließend bleibt mir nurnoch zu sagen:

Zieht den Stock ausm Arsch, wir woll‘n kein‘ Trauermarsch!

edit: Da sich ja einige Menschen hier sehr über den antideutsche antifa e.v. ärgern, haben wir vom Mossad den Tipp bekommen, euch den Spruch mit Gucci und Prada zu erläutern.


25 Antworten auf “Das Dresden-Wochenende”


  1. 1 narodnik 15. Februar 2009 um 4:57 Uhr

    Was für eine dumme Bande stellt ihr eigentlich dar? Nicht nur dass ihr einen imperialistischen Krieg bejubelt – nein, ihr bildet euch auch noch ein ihr wäret irgendwie revolutionär mit eurem Gehabe.

    Die antideutsche Horde führt euch einfach auf wie ideelle Kolonialherren die (obzwar selber aus der ostdeutschen Provinz kommend) es mal ordentlich dem >deutschen Mob

  2. 2 M 15. Februar 2009 um 8:51 Uhr

    Schön!
    Hauptsache Flaggengewichse und exlinkes Gehampel. Hedonismus ist eigentlich auch was anderes als blinder Konsumismus, aber scheiß doch der Hund drauf. Über „aktiven Antifaschismus“ will ich mich nicht streiten, aber ich will z.B. auch nicht, daß die afghanische Opposition in drei Jahren Deutschlandfahnen schwenkt. Deutsche „Opfer“ provozieren geht auf jeden Fall klar, aber mensch könnte auch wenigstens seltenst seine/ihre „Kapitalismuskritik noch ein wenig überdenken“.
    Antifaschistische Grüße
    b

  3. 3 dissen 15. Februar 2009 um 10:36 Uhr

    Ihr trugt Gucci, Ihr trugt Prada, doch kein Fünkchen Verstand war da

  4. 4 redstar 16. Februar 2009 um 16:19 Uhr

    haha schreibt bitte noch „es “ am anfang damit zwei geschlechtliche menschen sich nicht benachteiligt fühlen.danke.ich selbst kann mit eurer komischen verdrehten weltsicht wenig anfangen finde egotronic aber mega gut.

  5. 5 lipstick.Israel 16. Februar 2009 um 19:53 Uhr

    ‚“Wir tragen Gucci, wir tragen Prada – Tod der Intifada” wurde eindeutig der hedonistische Standpunkt der antideutschen Szene aus ganz Deutschland zur Schau getragen.‘

    eindeutig? die szene aus ganz deutschland? gibt es überhaupt die szene? und warum ist es so besonders in diesem zusammenhang den bak shalom zu erwähnen? guicci, prada – was ist das überhaupt?

    dass es kein problem ist, mc donalds zu besuchen, ist doch klar. sowas muss doch echt in keinen demobericht…..

  6. 6 lampe 16. Februar 2009 um 20:31 Uhr

    so toll ist bionade echt nicht, leute!

  7. 7 Harris 16. Februar 2009 um 21:00 Uhr

    @ lipstick: da muss ich dir leider zustimmen :/

    @ lampe: was laberst du die ganze zeit von bionade?! meinst du das ernst O_o ?

    @ nardonik: „Nicht nur dass ihr einen imperialistischen Krieg bejubelt“
    dann möge der krieg der alliierten gegen deutschland imperialistisch gewesen sein. aber so what, besser als wenn den deutschen weiter freier lauf gelassen worden wäre oder?

  8. 8 Difficult is Easy 16. Februar 2009 um 23:00 Uhr

    @harris:
    und wenn die nazis auf einen staat noch schlimmerer mörder getroffen wären und den niedergekämpft hätten um deren bevölkerung ihren kapitalisten zur bereicherung zur verfügung zu stellen, würdest du nazis für ganz coole befreier halten?

  9. 9 deadrat 16. Februar 2009 um 23:24 Uhr

    Ich hoffe immer noch, dass ihr ein Fake von Wendy oder Rockstar seid. Bitte.
    Sonst wünsche ich euch, mir nie besoffen zu begegnen. So viel Dummheit muss einfach wehtun.

  10. 10 links(radikal?) 17. Februar 2009 um 16:11 Uhr

    Wir hatten Probleme die Demonstration zu verlassen… Mit Fahnen war es nicht gestattet die Polizeilinie zu überschreiten. Wir mussten einen abgesandten zum MC schicken…

    M:
    Deutsche „Opfer“ provozieren? Täter und Opferrolle sollten nicht verdreht werden. Ich hoffe die “ standen für Ironie, mit der es sich im Internet aber schwer tut.

  11. 11 Harris 17. Februar 2009 um 23:28 Uhr

    It’s just polemic.

  12. 12 kapsler hauser 18. Februar 2009 um 13:42 Uhr

    nur mal ganz nebenbei:
    ich hab auf der kundgebung ziemlich genau 2 schluck bier getrunken. was alkohol auf demos oder kundgebungen angeht bin ich nämlich eher oldschool.
    auch sonst hab ich keinerlei rauschmittel konsumiert.
    also nix mit „nicht unbedingt im klarsten Sinneszustand“.

  13. 13 lipstick.Israel 18. Februar 2009 um 17:38 Uhr

    „und wenn die nazis auf einen staat noch schlimmerer mörder getroffen wären und den niedergekämpft hätten um deren bevölkerung ihren kapitalisten zur bereicherung zur verfügung zu stellen, würdest du nazis für ganz coole befreier halten?“

    @ diffi: jaja, hätten, hätten, hätten…..
    und die usa, england und frankreich kann man nicht mit dem NS-regime in irgedneiner art und weise in verbindung bringen. mehr ns-relativierung geht nicht. das trifft auch auf die udssr zu.

  14. 14 lampe 18. Februar 2009 um 19:01 Uhr

    @harris: naja club mate schmeckt besser und hat auch mehr coffein. deinen namen find ich auch gut. harris ist halt einfach der beste!

  15. 15 Harris 18. Februar 2009 um 21:55 Uhr

    @ lampe: wer sagt denn, dass ich mit dem namen harris DEN harris meine (arthur harris).

    ich bevorzuge auch lieber mate statt bionade, bionade ist mir einfach zu süß und im preis-leistungs-verhältniss schlechter als mate. (ja auch ich achte auf mein kleingeld als isag mitglied und trage auch kein gucci oder prada :O).

    aber um zu deinen kronkorken zurückzukommen. mit den zeichen hier wurde doch nicht bionade gemeint, sondern die royal air force ;)

  16. 16 lampe 18. Februar 2009 um 22:24 Uhr

    *überlegenes lächeln*

  17. 17 Blogneurotiker 22. Februar 2009 um 12:59 Uhr

    Ich hoffe ernsthaft das es nächstes Jahr eine größere Mobilisierung gibt und dadurch genügend Kapazitäten für zwei (solidarische aber dennoch getrennte) Demonstrationen gibt und dadurch vielleicht Leute ins Boot kommen, die antideutsche Gesellschaftskritik humorvoll UND inhaltlich richtig rüber bringen können.

    Es war wirklich grausam sich zwischen linksdeutschen Reflexen und adornitischem Wahn entscheiden zu müssen.

    An Parolen wie „Theodor W. Adorno – Schalalala“ ist mal absolut gar nichts sexy.

  18. 18 Herr Vorragend 22. Februar 2009 um 21:06 Uhr

    Wobei echt krass ist, wie manche menschen hier so schwachsinnige Parolen wie “Wir tragen Gucci, wir tragen Prada – Tod der Intifada” ernst nehmen. Grade in diesem Artikel. Ich dachte mir so.. hm, brings mal in den Artikel, lockerts auf – nein, der gutmenschliche, triebgeleitete Blogsportlinke sieht darin eine Steilvorlage gegeben, in uns die bösen bösen Popantideutschen Spinner zu sehen und in uns all die Schlechtigkeit der Welt zu sehen.

    Möchte mensch an dieser Stelle betonen, dass es echt arm ist, sowas ernst zu nehmen, wird mensch nicht angehört, antideutscher Depp der mensch ist.

    Wir haben uns in keinster Weise irgendwo über palästinensische Opfer gefreut. Wir haben nicht einmal versucht, die Zahlen der Opfern die der Krieg gegen die Hamas fordert, zu rechtfertigen. Dennoch sind wir eine ideale Projektionsfläche für euren Hass. Diese Rolle spielen wir gerne mit, jedoch begrüßen wir Kritik lieber, wenn sie gerechtfertigt ist, und nicht aus mangeldem Textverständnis entsteht.

    Euer Hass ist unser Fame – aber bitte Leute, Kritik mit Verstand, begründeter Hass.

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